Auch am vergangenen Wochenende waren die Kanukids aktiv, diesmal aber nicht auf Rekordjagd oder um sich waghalsig in die Fluten zu stürzen, sondern aus einem ganz anderen Grund:
Am 20.06. stand das Kinder- und Jugendprojekt der Dortmunder Tafel (Panoramahaus genannt) im Mittelpunkt. Den Kontakt hatte unser Jugendwart Markus bereits bei der Spendengala von #dortMut im letzten Jahr hergestellt und erfahren, dass es sich bei den meisten der Kids, die das Panoramahaus besuchen, um Flüchtlingskinder aus der Ukraine handelt.
Da Integration, Inklusion und soziale Kompetenz untereinander zu den wesentlichen Grundsätzen der Kanujugend gehört, wurde schnell die Idee geboren, diesen Kindern einen Tag zu ermöglichen, der über die gewohnten Aktivitäten des Panoramahauses hinaus geht. Den Kids sollte eine spaßige und gleichzeitig sportliche Alternative aufgezeigt werden.
So kam es also, dass unsere Jugendwarte und ein paar der älteren Kids an diesem Samstag bei besten Voraussetzungen für jede Menge Unsinn am Bootshaus auf die Truppe von der Tafel warteten.
11 Kinder, im Alter zwischen 7 und 11 Jahren, besuchten uns zusammen mit ihren Eltern. Gemeinsam haben wir einen tollen Tag verbracht.
Zunächst wurden die Neulinge mit Stechpaddeln und Schwimmwesten ausgestattet, bevor sie in die Grundlagen des Kanadierfahrens eingeführt wurden und es gemeinsam auf´s Wasser ging.
Es dauerte keine 5 Minuten, bis die Kinder von unseren Jugendwarten, die jeweils ein Boot steuerten, die Kunst der Wasserschlacht beigebracht bekamen. Das Gelernte wurde, bei den heißen Temperaturen nur zu gerne, in aller Ausgiebigkeit umgesetzt und in kürzester Zeit war niemand mehr trocken. Nach einiger Zeit mussten die Boote erstmal ausgeleert werden und eine kurze Pause wurde eingelegt, bevor es zu den nächsten Disziplinen ging: den Kajaks und den SUP-Boards. Auch hierbei hatten unsere Besucher sichtlichen Spaß und die leuchtenden Augen, sowie das laute Gelächter und Jubeln unterstrichen dies noch zusätzlich. Die Kids hatten miteinander bis zum frühen Abend eine richtig gute Zeit, bevor wir uns dann nach und nach von allen verabschiedeten.
Das Schönste an diesem Tag war aber nicht der Spaß an sich, sondern zu wissen, dass wir den Kindern einen super tollen Tag beschert hatten und die Dankbarkeit der Eltern zu erfahren, die dies mehrfach zum Ausdruck brachten.
Dass wir die Truppe schon sehr bald und nahezu komplett wiedersehen sollten, war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Aber schon zwei Tage später, zum Kidstraining am Montag, kamen sie fast alle wieder und nahmen am Training teil. Auch verschiedene Eltern kündigten sich für das SUP- und Wanderfahrertraining an und setzten dies auch um.
Dank der Unterstützung unserer Trainingshelfer und der älteren Kids, war aber auch die Verdopplung unserer Trainingsgruppe, die auf einen Schlag stattfand, kein Problem.
Vielen Dank an unsere Helfer! Einfach dafür, dass wir uns in solchen Situationen immer auf eure tatkräftige Unterstützung verlassen können.
Wir freuen uns auf den Zuwachs und sind gespannt darauf, was wir mit ihnen noch erleben dürfen.